Lagebericht der Geschäftsführung

Allgemeines Marktumfeld

Der Stimmungsrückgang im deutschen Private Equity Markt setzte sich zu Jahresbeginn 2025 nicht fort. Das Private Equity Geschäftsklima (KfW Research - German Private Equity Barometer) verbesserte sich leicht, blieb aber im negativen Bereich. Im zweiten Quartal setzte dann ein kräftiger Stimmungsaufschwung ein. Geschäftslage und auch die Erwartungen verbesserten sich massiv. Besonders hervorzuheben war hier die verbesserte Fundraising-Stimmung (plus 31 Punkte, historisch zweithöchster Zuwachs). Im dritten Quartal kam es dann zu einer harten Landung nach dem zuvor erfolgten Stimmungshoch, das die vorhandenen konjunkturellen Unsicherheiten verdeutlichte. Zum Jahresabschluss hellte sich das Geschäftsklima dann im vierten Quartal wieder auf. Das Geschäftsklima und der Lage-Indikator verbesserten sich. 2025 war somit durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet und schloss zum Jahresende mit wieder besseren Einschätzungen für Neuinvestitionen und Exit-Möglichkeiten.

Gemäß der Kurzstatistik des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zum Jahresende 2025 haben die mittelständischen Beteiligungsgesellschaften gegenüber dem Vorjahr mit minus 8,0 % (Vorjahr minus 1%) erneut weniger Beteiligungen genehmigt, wenngleich die Entwicklung weniger dramatisch war als im Jahr 2023 (minus 31,0 %). Auch in der Volumenentwicklung musste ein bundesweiter Rückgang von 4% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden.

Betrachtet man diese Entwicklung nach Finanzierungsanlass, so fällt auf, dass kein Bereich (Investitionsmittel, Betriebsmittel / Liquidität, Unternehmensnachfolge) gegenüber dem Vorjahr eine positive Entwicklung bezüglich der Anzahl der Beteiligungen und in Bezug auf die Volumenentwicklung (in EUR) verzeichnen konnte. Schaut man auf die Entwicklung der genehmigten Beteiligungen nach Unternehmensphasen, so sind weniger Beteiligungen in die Bereiche Venture Capital, Unternehmensnachfolge und klassische Existenzgründungen geflossen, während die Bereiche Turnaround und Konsolidierung gegenüber dem Vorjahr in Stückzahl und Volumen stark performten. Im Bereich Wachstum lagen die genehmigten Beteiligungen sowohl nach Stückzahl als auch nach Volumen annähernd auf Vorjahresniveau.

Laut „KfW-ifo-Kredithürde Q4 2025“ verschärfte sich der Zugang zu Krediten für Unternehmen mit Finanzierungsbedarf weiter. Mehr als jedes dritte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) berichtete von Einschränkungen bei der Kreditaufnahme - wieder ein neuer Höchststand. Die Kredithürde für kleine und mittlere Unternehmen, also der Anteil der Unternehmen, die das Bankverhalten bei der Kreditvergabe als restriktiv wahrnehmen, erreichte im vierten Quartal 2025 mit 37,8 % einen Rekordwert seit Beginn der Erfassung. Hauptursachen sind die anhaltend schwache Konjunktur, wirtschaftliche Strukturprobleme und externe Herausforderungen, die die Banken zu vorsichtiger Vergabepolitik veranlassen. Das Finanzierungsinteresse der Unternehmen bleibt ebenfalls gering. Nur rund jeder fünfte Mittelständler führte im vierten Quartal Kreditverhandlungen - deutlich weniger als im langfristigen Durchschnitt.

Unverändert haben die mittelständischen Unternehmen einen erheblichen Finanzierungsbedarf, um die vielfältigen Herausforderungen bei Wachstum, Transformation, Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit zu meistern.

Innerhalb des Fördernetzwerkes der Gesellschafter und Partner bewirbt die KBG ihr Leistungsangebot unverändert intensiv. Regelmäßig eingehende Anfragen und Beratungen im Vorfeld von konkreten Beteiligungsanfragen, auch unter Nutzung von regelmäßigen Finanzierungssprechtagen und Informationsveranstaltungen bei Kammern und Kreditinstituten, belegen eine gefestigte Wahrnehmung des Beteiligungsangebotes der KBG als geeigneten Förder-Finanzierungsbaustein.


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